Radko Pavlovec

Verbund gibt Einmottung des GuD-Kraftwerkes Mellach bekannt

Die im staatlichen Mehrheitsbesitz befindliche Verbundgesellschaft gab vor kurzem die Einmottung ihres modernsten thermischen Kraftwerks in Mellach bekannt. Das um 550 Millionen € errichtete Kraftwerk kann offensichtlich nicht wirtschaftlich betrieben werden. Der Verbund-Vorstand begründet dies mit ungünstigen Gaslieferverträgen sowie dem infolge der deutschen Energiewende gefallenen Strompreis. Diese Begründungen erscheinen jedoch als zu einfach. Weiterlesen

Ausschreibungsverfahren zum Ausbau des AKW Temelín aufgehoben

Fehlende Wirtschaftlichkeit des Atomprojektes zwang CEZ zum Rückzug

Der dominante tschechische Stromversorger CEZ a.s. gab heute die Aufhebung des Ausschreibungsverfahrens zur Errichtung von zwei neuen AKW-Blöcken am Standort Temelín bekannt. Die Ausschreibung begann im Jahr 2009, die Fristen wurden mehrmals verschoben. Nach Ausschluss der französischen Areva beteiligte sich das Unternehmen Westinghouse sowie das russisch-tschechische Konsortium MIR1200 an der Ausschreibung. Weiterlesen

Falscher Jubel über einen faulen Kompromiss

Im Tauziehen um den CO2-Ausstoß von Neuwagen bleiben Effizienz und der Klimaschutz auf der Strecke

Nach einem seit dem letzten Sommer andauernden Tauziehen über die Grenzwerte des CO2-Ausstoßes von neuen PKW´s in der EU gibt es nun eine Einigung. Leider muss man diese Einigung als faulen Kompromiss und vertane Chance für den Klimaschutz bezeichnen. Eine sehr unrühmliche Rolle spielte in diesem Prozess die deutsche Bundesregierung. So verlangte Bundeskanzlerin Merkel zunächst sogar eine Verschiebung der für 2020 vereinbarten Obergrenze von 95g CO2 / km um vier Jahre. Im Rahmen des nun erzielten Kompromisses gibt es eine Verschiebung um ein Jahr sowie zusätzliche „Erleichterungen“ für die Autoindustrie, welche das anvisierte Ziel weiter erheblich Verwässern. Weiterlesen

Die Erweiterung des AKW Temelin steht vor dem Aus

Keine Bereitschaft der tschechischen Parteien zur Subventionierung des AKW-Projektes erkennbar.

Trotz der überwältigenden Mehrheit von Atombefürwortern unter tschechischen Abgeordneten erscheint das Aus für die geplante Erweiterung des AKW Temelín immer wahrscheinlicher. Die Ursache liegt weder in Sicherheitsbedenken oder dem offensichtlich fehlenden Strombedarf, sondern ausschließlich in der mangelnden Wirtschaftlichkeit des Projektes. Damit die beiden Blöcke über die geplante Betriebsdauer zumindest eine schwarze Null erwirtschaften, müsste ihre Produktion von tschechischen Stromkunden mit riesigen Beträgen quersubventioniert werden. Ihre Höhe wird zwischen 15 und 30 Milliarden Kronen (0,6 bis 1,2 Milliarden €) jährlich geschätzt. Weiterlesen

Eine Farce unter dem Taktstock der E-Wirtschaft

Einige Gedanken zum Ablauf des UVP-Verfahrens für das Projekt „Murkraftwerk in Graz“

Im August wurde der Bescheid des Umweltsenates (das ist die 2. Instanz – Berufungsinstanz im UVP-Verfahren) zum Projekt „Murkraftwerk Graz“ veröffentlicht. Es handelt sich um eine weitere krasse Fehlentscheidung der Behörden, zum Schaden der Bevölkerung und der Umwelt. Gerade mit der wichtigsten Frage des „öffentlichen Interesses“, die ja entscheidend ist, hat sich weder die Behörde erster Instanz noch der Umweltsenat wirklich auseinandergesetzt. Es wurden lediglich ungeordnete Notizen des Landesenergiebeauftragten (weisungsgebunden!) zugelassen und im Bescheid abgeschrieben, deren Hintergrund lediglich das politische Interesse am Bau darstellt.  Da ich im Rahmen des Verfahrens die Bürgerinitiative „Energieeffizienz zuerst“ mit energiewirtschaftlicher Expertise unterstützte, möchte ich grundsätzliche Mängel des Verfahrens sowie mögliche Auswege aufzeigen. Weiterlesen

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