Vertragsverletzungsverfahren der Bundesregierung gegen Temelin und Mochovce statt unverbindlicher populistischer Aussagen gefordert

Kommentar von Radko Pavlovec zum 25. Jahrestag von Tschernobyl und Tag 46 der Fukushima-Katastrophe

(26. April 2011) Am 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe und Tag 46 des laufenden mehrfachen Super-GAU´s im japanischen AKW Fukushima wimmelt es in der Medienlandschaft von Aussagen politischer RepräsentantInnen verschiedener Parteien. Wer nicht einen sofortigen weltweiten Atomausstieg fordert, wird beinahe bereits als Unterstützer der Atomlobby angesehen. Solche Forderungen sind jedoch angesichts der zu lösenden Probleme völlig wertlos und stellen lediglich eine populistische Pflichtübung dar. Die Autoren solcher Forderungen verfügen über keinerlei Kompetenzen für ihre Durchsetzung und werden daher auch keine Verantwortung für ihr Scheitern tragen. Weiterlesen

25 Jahre nach Tschernobyl: Mehrfacher Super-GAU in Fukushima erreicht bereits gleiche Größenordnung

Kernkraftwerke ohne Containment haben im europäischen Netz nichts verloren – Ausbau des AKW Mochovce umgehend stoppen.

(22. April 2011) Genau 25 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe ist die Welt mit einem Super-GAU der gleichen Größenordnung im japanischen Fukushima konfrontiert. Dies ist jedoch nur eine Zwischenbilanz, da die Lage in Fukushima noch immer nicht unter Kontrolle ist und nach wie vor große Mengen an radioaktiven Stoffen entweichen. Angesichts der Mengen an radioaktiven Substanzen in den drei betroffenen Reaktoren sowie in den vier von Problemen betroffenen Abklingbecken können noch wesentlich schlimmere Auswirkungen als in Tschernobyl nicht ausgeschlossen werden. Es handelt sich um einen mehrfachen Super-GAU in drei Reaktorblöcken, von denen jeder für sich die Bewertung 7 auf der INES-Skala verdient. Weiterlesen

Störfälle in japanischen AKW´s – Einschätzung der Situation und der weiteren Entwicklung

13. März 2011 20:00

Hinweis: Angesichts des außerordentlich dürftigen Informationsflusses der japanischen Behörden ist es derzeit kaum möglich, eine genaue Einschätzung vorzunehmen. Ich möchte daher bitten, diese Einschätzung lediglich als eine grobe Orientierung anhand der Auswertung der bisher verfügbaren Informationen zu betrachten.

Anmerkungen zum betroffenen Reaktortyp

Alle bisher von Problemen betroffenen Reaktoren sind völlig veraltete Siedewasserreaktoren ohne die bei modernen Reaktoren übliche Schutzhülle (Containment). Die Turbine wird direkt mit dem im Reaktordruckbehälter erzeugten Dampf betrieben, das Maschinengebäude gehört daher ebenfalls zum Kontrollbereich. Die kastenförmigen Reaktorgebäude können größeren Belastungen nicht standhalten. Sie sind mit einem sogenannten Druckabbausystem ausgerüstet, welches den Druck bei Störfällen unter dem kritischen Wert halten soll. Das Druckabbausystem besteht aus einer Druckkammer und einer Kondensationskammer, die mit Wasser gefüllt ist. Dieses Wasser dient auch als Reservoir für Notfälle. Um einer Zerstörung des Reaktorgebäudes vorzubeugen, muss bei Störfällen Druck kontrolliert abgelassen werden. Im Normalfall geschieht dieser Vorgang über Filter, um den Austritt radioaktiver Substanzen zu begrenzen. Weiterlesen

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