Sicherheit

Dukovany – Störfall

Im tschechischen AKW Dukovany brach bereits gestern Nachmittag eine Kühlleitung, die wichtige Sicherheitssysteme versorgt. Es handelt sich nicht um die wichtigste Kühlleitung im Primärkreislauf, somit gibt es keine unmittelbare Gefährdung. Die Blöcke 3 und 4 müssen trotzdem aus Sicherheitsgründen heruntergefahren werden. Wieder typisch: Auf den Internetseiten der „unabhängigen“ Nuklearaufsichtsbehörde SUJB findet sich bis jetzt kein Hinweis auf diesen Störfall. Weiterlesen

Zwei Jahre nach Fukushima: Gedenken, Erkenntnisse, Auswirkungen und vergebliche 700.000 Unterschriften

RadioaktivAngesichts der Flut von inhaltsleeren Aussendungen von PolitikerInnen aller Couleurs, deren gemeinsamer Nenner das Surfen an der zu erwartenden Welle der Berichterstattung zur Stärkung ihrer Eigen-PR ist, wollte ich zunächst auf einen Beitrag zum Fukushima-Jahrestag verzichten. Da ich jedoch bereits zu Beginn der Fukushima-Katastrophe einige Beiträge in meinem Blog veröffentlichte – zu einer Zeit, als sich kaum jemand aus der Deckung wagte und die Berichterstattung von verharmlosenden Beiträgen der Atomlobby dominiert war – änderte ich meine Meinung auch in der Hoffnung, dass doch einige Menschen an einer unabhängigen Betrachtung interessiert sein könnten. Weiterlesen

Unglaubwürdige Position von Berlakovich gefährdet eine strenge Überprüfung von europäischen Atomreaktoren

Umweltminister ist für die Geheimhaltung von Schlüsselinformationen zum AKW Mochovce in Kooperation mit der Atomlobby verantwortlich

(12. Mai 2011) Während sich Umweltminister Berlakovich noch immer als Erfinder der Stresstests für Atomreaktoren feiert, nutzt die Atomlobby dieses populistische Schlagwort zur Verharmlosung der Folgen der Fukushima-Katastrophe. Die bisher vorliegenden Vorschläge würden lediglich den AKW-Betreibern nutzen, da keine unabhängige Prüfung vorgesehen ist und viele wichtige Bereiche ausgenommen sind. Die Medienauftritte des Umweltministers, in denen er strenge Tests fordert, erscheinen im Lichte seiner politischen Aktivitäten als wenig glaubwürdig. Bereits seit einem Jahr werden nämlich  Schlüsselinformationen zur Frage des fehlenden Containments des AKW Mochovce im Einvernehmen mit der slowakischen Seite geheimgehalten. „Wer für solche Mißstände verantwortlich ist, kann nicht glaubwürdig für strenge Überprüfungen eintreten“, erklärt Radko Pavlovec, unabhängiger Energieexperte. „Der Umweltminister ist daher aufgefordert, die Geheimhaltungspolitik sofort zu beenden und ein Vertragsverletzungsverfahren zur UVP Mochovce in die Wege zu leiten“, so Pavlovec abschließend.

25 Jahre nach Tschernobyl: Mehrfacher Super-GAU in Fukushima erreicht bereits gleiche Größenordnung

Kernkraftwerke ohne Containment haben im europäischen Netz nichts verloren – Ausbau des AKW Mochovce umgehend stoppen.

(22. April 2011) Genau 25 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe ist die Welt mit einem Super-GAU der gleichen Größenordnung im japanischen Fukushima konfrontiert. Dies ist jedoch nur eine Zwischenbilanz, da die Lage in Fukushima noch immer nicht unter Kontrolle ist und nach wie vor große Mengen an radioaktiven Stoffen entweichen. Angesichts der Mengen an radioaktiven Substanzen in den drei betroffenen Reaktoren sowie in den vier von Problemen betroffenen Abklingbecken können noch wesentlich schlimmere Auswirkungen als in Tschernobyl nicht ausgeschlossen werden. Es handelt sich um einen mehrfachen Super-GAU in drei Reaktorblöcken, von denen jeder für sich die Bewertung 7 auf der INES-Skala verdient. Weiterlesen

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