Sicherheit

Störfälle in japanischen AKW´s – Einschätzung der Situation und der weiteren Entwicklung

13. März 2011 20:00

Hinweis: Angesichts des außerordentlich dürftigen Informationsflusses der japanischen Behörden ist es derzeit kaum möglich, eine genaue Einschätzung vorzunehmen. Ich möchte daher bitten, diese Einschätzung lediglich als eine grobe Orientierung anhand der Auswertung der bisher verfügbaren Informationen zu betrachten.

Anmerkungen zum betroffenen Reaktortyp

Alle bisher von Problemen betroffenen Reaktoren sind völlig veraltete Siedewasserreaktoren ohne die bei modernen Reaktoren übliche Schutzhülle (Containment). Die Turbine wird direkt mit dem im Reaktordruckbehälter erzeugten Dampf betrieben, das Maschinengebäude gehört daher ebenfalls zum Kontrollbereich. Die kastenförmigen Reaktorgebäude können größeren Belastungen nicht standhalten. Sie sind mit einem sogenannten Druckabbausystem ausgerüstet, welches den Druck bei Störfällen unter dem kritischen Wert halten soll. Das Druckabbausystem besteht aus einer Druckkammer und einer Kondensationskammer, die mit Wasser gefüllt ist. Dieses Wasser dient auch als Reservoir für Notfälle. Um einer Zerstörung des Reaktorgebäudes vorzubeugen, muss bei Störfällen Druck kontrolliert abgelassen werden. Im Normalfall geschieht dieser Vorgang über Filter, um den Austritt radioaktiver Substanzen zu begrenzen. Weiterlesen

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