Energieversorgung

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Neue Analyse zeigt auf: Österreich ist nicht von Atomstromimporten abhängig

In den nächsten Jahren entwickelt sich Österreich sogar zu einem der größten Stromexporteure in der EU

(Linz, 24. November 2010) Die heute in Linz präsentierte aktuelle Analyse zur Frage der Abhängigkeit Österreichs von Atomstromimporten kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Es bestand auch in den letzten Jahren keine Importabhängigkeit. Der negative Exportsaldo wurde durch kaufmännische Maßnahmen der österreichischen Stromversorger sowie einen starken Anstieg der Pumpspeicherung verursacht. Vorhandene Produktionskapazitäten wurden weniger genutzt, stattdessen verstärkt billiger Strom am europäischen Strommarkt eingekauft. Weiterlesen

Geplante Kraftwerksprojekte im Großraum Graz: Vernichtung von gigantischen Wärmemengen droht

Der Großraum Graz gehört derzeit zu den energiepolitisch „heißesten“ Regionen Europas. Es befinden sich riesige Kraftwerkskapazitäten in Planung – 2 gasbefeuerte Blöcke zu je 440 MW elektrischer Leistung in Mellach und 1 Block gleicher Leistung in Graz. Die elektrische Produktion dieser drei Blöcke würde mit ca. 9.500 GWh pro Jahr annähernd dem gesamten Stromverbrauch der Steiermark entsprechen. Da Österreich heuer über eine ausgeglichene Strombilanz verfügt, würden die neuen Anlagen vorwiegend für Exportzwecke genutzt. Weiterlesen

Kritische Anmerkungen zum Verbund Gasdampfkraftwerksprojekt Mellach

Falsche Standortwahl ohne Abwärmenutzung ist ein Affront gegen den Klimaschutz und gefährdet die Wirtschaftlichkeit

Anbei einige Ergebnisse meiner Berechnungen zum umstrittenen Kraftwerksprojekt in Mellach:

In der Variante ohne Fernwärmeauskopplung würde Mellach pro Jahr (Auslastung von ca. 70%, entspricht der geplanten Produktion laut UVP-Unterlagen) ca. 3.189 GWh Abwärme produzieren und in die Mur abkühlen. Zum Vergleich: der Jahresverbrauch an Fernwärme liegt in Graz derzeit bei etwa 800 GWh. In Mellach soll demnach der vierfache Fernwärmeverbrauch der Stadt in die Mur gekühlt werden!

In der zweiten Variante wird von einer Fernwärmeauskopplung bis 250 MW ausgegangen. Bei voller Nutzung dieser Auskopplung würden 1.533 GWh Fernwärme und 1.930 GWh (ist immer noch mehr als der doppelte Fernwärme-Jahresverbrauch von Graz) ungenutzte Abwärme produziert und in die Mur gekühlt. Weiterlesen

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