Klimawandel

Was steht eigentlich wirklich im Klimaabkommen von Paris (und was nicht)?

von JJ Georges (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

von JJ Georges (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0
(http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)],
via Wikimedia Commons

Dutzende Statements jagen durch die Medien, riesiger Erfolg wird gefeiert. Das Klimaabkommen von Paris wird als „Wendepunkt für die Welt“ bezeichnet, es wird ihm „historische Dimension“ attestiert. Gleichzeitig beeilen sich PolitikerInenn und VertreterInnen diverser Lobbys zu erklären, was dieses Abkommen für uns alle bedeutet. Wie können sie es jetzt schon wissen? Und ist dieses Abkommen wirklich so ein epochaler Durchbruch, wie uns der französische Verhandlungsleiter und andere erklären wollen?

Zunächst das Positive aus meiner Sicht: Vertreter von 195 Staaten haben sich geeinigt, das die Klimaerwärmung ein Problem darstellt und dass man dagegen etwas unternehmen sollte. Das ist gut, aber ist es wirklich so ein epochaler Durchbruch, nachdem das Problem bereits seit Jahrzehnten bekannt ist? Das Abkommen ist zwar „völkerrechtlich bindend“ (bzw. wird es nach der Ratifizierung), sieht jedoch keinerlei Sanktionen vor. Es sieht auch keine verbindlichen Reduktionsziele vor, alles soll auf freiwilliger Basis geschehen und liegt in Kompetenz der einzelnen Staaten. Weiterlesen

Verordnung des Wirtschaftsministers als nächster Schritt zur Verhinderung der Energieeffizienz

Effizienzsteigerung zahlt sich aus...

Effizienzsteigerung zahlt sich aus…

Über den Beschluss des katastrophalen Energieeffizienzgesetzes habe ich bereits im Blogbeitrag vom 12. April 2013 berichtet.  Mit der am 30. November veröffentlichten „Verordnung über die Richtlinien für die Tätigkeit der nationalen Monitoringstelle“ stellt Vizekanzler Mitterlehner erneut unter Beweis, dass er (und die gesamte Bundesregierung) die Energieeffizienz lediglich als lästige EU-Pflicht statt Zukunftschance ansieht. Kreative Ansätze erzeugen Energieeinsparung wie aus dem Nichts, wie z.B. die Beimengung von Dieselzusatzstoffen im Bereich Mobilität. Auch bei der Beheizung von Gebäuden werden im Falle der Anschaffung von neuen Geräten am Stand der Technik sehr hohe Energieeinsparungen unterstellt, die kaum die Realität widerspiegeln. So steht zu befürchten, dass primär Energieeinsparung am Papier kreiert wird und kaum Anreize für zusätzliche Effizienzsteigerung geschaffen werden, die über die ohnehin stattfindende natürliche Erneuerung des Gerätebestandes hinausgeht. Weiterlesen

Falscher Jubel über einen faulen Kompromiss

Im Tauziehen um den CO2-Ausstoß von Neuwagen bleiben Effizienz und der Klimaschutz auf der Strecke

Nach einem seit dem letzten Sommer andauernden Tauziehen über die Grenzwerte des CO2-Ausstoßes von neuen PKW´s in der EU gibt es nun eine Einigung. Leider muss man diese Einigung als faulen Kompromiss und vertane Chance für den Klimaschutz bezeichnen. Eine sehr unrühmliche Rolle spielte in diesem Prozess die deutsche Bundesregierung. So verlangte Bundeskanzlerin Merkel zunächst sogar eine Verschiebung der für 2020 vereinbarten Obergrenze von 95g CO2 / km um vier Jahre. Im Rahmen des nun erzielten Kompromisses gibt es eine Verschiebung um ein Jahr sowie zusätzliche „Erleichterungen“ für die Autoindustrie, welche das anvisierte Ziel weiter erheblich Verwässern. Weiterlesen

Geplante Kraftwerksprojekte im Großraum Graz: Vernichtung von gigantischen Wärmemengen droht

Der Großraum Graz gehört derzeit zu den energiepolitisch „heißesten“ Regionen Europas. Es befinden sich riesige Kraftwerkskapazitäten in Planung – 2 gasbefeuerte Blöcke zu je 440 MW elektrischer Leistung in Mellach und 1 Block gleicher Leistung in Graz. Die elektrische Produktion dieser drei Blöcke würde mit ca. 9.500 GWh pro Jahr annähernd dem gesamten Stromverbrauch der Steiermark entsprechen. Da Österreich heuer über eine ausgeglichene Strombilanz verfügt, würden die neuen Anlagen vorwiegend für Exportzwecke genutzt. Weiterlesen

22. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe mahnt: Klimaschutz darf nicht zum Förderinstrument der Atomkraft werden!

Heute jährt sich die Tschernobyl-Katastrophe bereits zum 22. Mal. Die unmittelbare Betroffenheit ging längst verloren, sie wurde eher schon zu einem weiter entfernten geschichtlichen Ereignis. Es ist uns nicht bewusst, dass immer noch Zehntausende Menschen in den am schlimmsten betroffenen Gebieten unter den Folgen leiden und noch über Generationen leiden werden. Ungeachtet der Lehren aus Tschernobyl geht in Europa ein neues Gespenst um: die Renaissance der Kernenergie.
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