UVP

Zwischen Greenwashing und Regierungssehnsucht – die fragwürdige energiepolitische Botschaft der Eva-Sommertour 2012

Nein, keine Sorge. Dies ist kein weiterer Beitrag über die mit 160 km/h rasende Eva Glawischnig. Hier geht es um Grundsätzliches. Die Aufschrift „Opel Ampera offizieller Mobilitätspartner der Sommertour 2012“ ist am Foto weiter unten gut sichtbar. Am Heck des Fahrzeuges befindet sich die Aufschrift „Ich bin Elektro. Ich bin die Zukunft“. Daneben das Parteilogo „Die Grünen“.  Und spätestens hier sollten bei allen Menschen, die sich gegen sinnlose und umweltgefährdende Ausbauprojekte der Stromkonzerne – ob AKW´s, Gaskraftwerke oder Wasserkraftwerke, welche die wenigen freien Fließstrecken in Betonkanäle verwandeln – die Alarmglocken schrillen. Man braucht lediglich am Fahrzeug das Grünen-Logo z.B. durch das Verbund-Logo zu ersetzen und erhält umgehend – jawohl, die aktuelle Kampagne der E-Wirtschaft! Weiterlesen

Vertragsverletzungsverfahren der Bundesregierung gegen Temelin und Mochovce statt unverbindlicher populistischer Aussagen gefordert

Kommentar von Radko Pavlovec zum 25. Jahrestag von Tschernobyl und Tag 46 der Fukushima-Katastrophe

(26. April 2011) Am 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe und Tag 46 des laufenden mehrfachen Super-GAU´s im japanischen AKW Fukushima wimmelt es in der Medienlandschaft von Aussagen politischer RepräsentantInnen verschiedener Parteien. Wer nicht einen sofortigen weltweiten Atomausstieg fordert, wird beinahe bereits als Unterstützer der Atomlobby angesehen. Solche Forderungen sind jedoch angesichts der zu lösenden Probleme völlig wertlos und stellen lediglich eine populistische Pflichtübung dar. Die Autoren solcher Forderungen verfügen über keinerlei Kompetenzen für ihre Durchsetzung und werden daher auch keine Verantwortung für ihr Scheitern tragen. Weiterlesen

Skandalöser Zusatz zum ELWOG untergräbt Glaubwürdigkeit der österreichischen Anti-Atom-Politik

Ähnliches Ansinnen der Atomlobby wurde vom tschechischen Parlament zurückgewiesen.

Wie vom Umweltdachverband (UWD) aufgedeckt, wurde der Novelle des Elektrizitätswirtschaftsorganisationsgesetzes (ELWOG) unter fragwürdigen Umständen eine Erweiterung betreffend das öffentliche Interesse an Kraftwerks- und Infrastrukturprojekten hinzugefügt (s. Pressemitteilung des UWD – vorheriger Beitrag). Diese skandalöse „Novelle“ ist jedoch auch mit starken Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit der österreichischen Anti-Atom-Politik verbunden. „Es ist nun klar, warum die Bundesregierung keine Schritte gegen die Verletzung der EU-UVP-Richtlinie bei den Projekten Temelin und Mochovce setzen will“, erklärt Radko Pavlovec. „Wer selbst das UVP-Gesetz untergräbt, kann auf internationaler Ebene nicht glaubwürdig auftreten“. Weiterlesen

Neue Analyse zeigt auf: Österreich ist nicht von Atomstromimporten abhängig

In den nächsten Jahren entwickelt sich Österreich sogar zu einem der größten Stromexporteure in der EU

(Linz, 24. November 2010) Die heute in Linz präsentierte aktuelle Analyse zur Frage der Abhängigkeit Österreichs von Atomstromimporten kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Es bestand auch in den letzten Jahren keine Importabhängigkeit. Der negative Exportsaldo wurde durch kaufmännische Maßnahmen der österreichischen Stromversorger sowie einen starken Anstieg der Pumpspeicherung verursacht. Vorhandene Produktionskapazitäten wurden weniger genutzt, stattdessen verstärkt billiger Strom am europäischen Strommarkt eingekauft. Weiterlesen

Kritische Anmerkungen zum Verbund Gasdampfkraftwerksprojekt Mellach

Falsche Standortwahl ohne Abwärmenutzung ist ein Affront gegen den Klimaschutz und gefährdet die Wirtschaftlichkeit

Anbei einige Ergebnisse meiner Berechnungen zum umstrittenen Kraftwerksprojekt in Mellach:

In der Variante ohne Fernwärmeauskopplung würde Mellach pro Jahr (Auslastung von ca. 70%, entspricht der geplanten Produktion laut UVP-Unterlagen) ca. 3.189 GWh Abwärme produzieren und in die Mur abkühlen. Zum Vergleich: der Jahresverbrauch an Fernwärme liegt in Graz derzeit bei etwa 800 GWh. In Mellach soll demnach der vierfache Fernwärmeverbrauch der Stadt in die Mur gekühlt werden!

In der zweiten Variante wird von einer Fernwärmeauskopplung bis 250 MW ausgegangen. Bei voller Nutzung dieser Auskopplung würden 1.533 GWh Fernwärme und 1.930 GWh (ist immer noch mehr als der doppelte Fernwärme-Jahresverbrauch von Graz) ungenutzte Abwärme produziert und in die Mur gekühlt. Weiterlesen

Blog via E-Mail abonnieren

Archiv